Das Wichtigste in Kürze
- Ein Unternehmensberater analysiert und empfiehlt, ein Interim Manager übernimmt eine Führungsrolle in der Linie und verantwortet das Ergebnis.
- Beratung ist stark bei unabhängigen Analysen, Benchmarks und strategischen Optionen, wenn Sie die Umsetzung selbst stemmen können.
- Ein Interim Manager passt, wenn eine Führungsposition plötzlich vakant ist, die Umsetzung stockt oder eine Krise Entscheidungen verlangt.
- Beides lässt sich kombinieren, solange die Rollen klar sind und eine Person die Ergebnisverantwortung trägt.
Inhalt
Beide kommen von außen, beide bringen Erfahrung mit – und trotzdem lösen sie unterschiedliche Probleme. Ein Unternehmensberater analysiert und empfiehlt. Ein Interim Manager übernimmt eine Führungsrolle in der Linie, entscheidet und verantwortet das Ergebnis. Wer das verwechselt, bekommt gute Folien, wenn er eigentlich Umsetzung braucht – oder umgekehrt.
01Die Unterschiede auf einen Blick
Der Berater arbeitet als externer Projektpartner neben der Organisation. Der Interim Manager übernimmt eine Position in der Organisation – als Geschäftsführer, COO oder Teamleitung.
Der Berater verantwortet die Qualität seiner Empfehlung. Der Interim Manager verantwortet das Ergebnis im Unternehmen, auf C-Level oft mit Organstellung.
Berater haben in der Regel keine Führungsverantwortung für Mitarbeitende. Interim Manager führen Teams fachlich und disziplinarisch.
Beim Berater: Analyse, Konzept, Empfehlung. Beim Interim Manager: umgesetzte Maßnahmen, funktionierende Strukturen, eine geordnete Übergabe.
Beratungsprojekte sind oft punktuell. Interim Manager sind fester Teil des Tagesgeschäfts – vor Ort, hybrid oder remote.
02Wann ein Unternehmensberater die bessere Wahl ist
Beratung ist stark, wenn Sie eine unabhängige Analyse, Benchmarks oder eine Bewertung strategischer Optionen brauchen – und die Umsetzung selbst stemmen können. Auch für rechtliche, steuerliche oder sehr spezielle Fachfragen sind spezialisierte Berater die richtige Adresse.
03Wann ein Interim Manager die bessere Wahl ist
- Eine Führungsposition ist plötzlich vakant und muss sofort besetzt werden.
- Die Strategie steht, aber die Umsetzung stockt.
- Das Unternehmen steckt in einer Krise und braucht jemanden, der entscheidet.
- Nach einer Übernahme oder einem Carve-out muss eine Einheit schnell arbeitsfähig werden.
- Ein Team braucht Führung, Struktur und klare Prozesse – nicht noch ein Konzept.
In der AIMP-Marktstudie 2025 nennen Interim Manager Projekt-Vakanzen (41 %), Change Management (39 %) und Restrukturierung (36 %) als häufigste Einsatzarten.
Praxis-Tipp
Wenn die Strategie steht, aber die Umsetzung stockt, brauchen Sie kein weiteres Konzept, sondern jemanden, der entscheidet und das Ergebnis verantwortet.
04Resulting statt Consulting
Unser Grundsatz lautet: Verantwortung übernehmen statt beraten. Als Interim COSO bei 7StepsSolution hat Jens Schneiders nicht nur einen Restrukturierungsplan erstellt, sondern Liquiditätsplanung, Geschäftsmodell und Go-to-Market selbst neu aufgesetzt – gemeinsam mit der CEO, bis zur Übergabe einer wirtschaftlich tragfähigen Organisation.
05Woran Sie einen guten Interim Manager erkennen
- Nachweisbare Verantwortung in vergleichbaren Situationen – nicht nur Projekterfahrung.
- Referenzen von Auftraggebern, die Ergebnisse und Übergabe bestätigen.
- Ein klares Verständnis davon, wann das Mandat endet und wie die Übergabe aussieht.
- Die Bereitschaft, unbequeme Entscheidungen zu treffen und zu vertreten.
06Beides kombinieren?
Das funktioniert gut, wenn die Rollen klar sind: Der Berater liefert eine spezialisierte Analyse, der Interim Manager übersetzt sie in Entscheidungen und führt die Umsetzung. Wichtig ist nur, dass eine Person die Ergebnisverantwortung trägt.


Jens Schneiders